Radverkehrskonzept: Zustandssituation erfreulich gut - Verbesserungspotenzial bleibt aber deutlich
04. August 2010 0 KommentareUm den Radverkehr in der Stadt Winsen (Luhe) und in den Ortsteilen effektiv zu fördern beraten die städtischen Gremien derzeit ein Radverkehrskonzept. „Am besten am eigenem Leibe erfahren“, so bezeichnete Uwe Scheuer, Vorsitzender des Planungsausschusses der Stadt, die mit Teilen der SPD-Fraktion durchgeführte Radwegbefahrung. Durch diese Befahrung hat sich die Fraktion ein genaueres Bild über den Ist-Zustand der städtischen Radwege gemacht. „Wer Fahrradwege begutachten will, sollte dieses auch mit dem Fahrrad durchführen, andernfalls übersieht man schnell kleine aber wichtige Details.“ so Scheuer weiter.
Insbesondere die Situation an der Hamburger Strasse Ecke / Mittelster Weg als auch der Kreuzungsbereich Hoopter Strasse/Hamburger Str. zeigte nach Auffassung der SPD-Fraktion, dass eine eindeutige Festlegung auf mögliche Radwegeoptimierungen, wie sie der Radwegeplan vorsieht, nicht möglich sei. So würden einige den Versprung des Radweges hinein in den Mittelsten Weg für vorteilhaft halten, hätten Autofahrer doch so die Möglichkeit, auch ohne den Radverkehr zu behindern in die Kreuzung einzufahren - andere würden wiederum eine geradlinige Durchführung des Fahrradweges entlang der Hamburger Strasse befürworten. „Entscheidend wird es sein, verschiedene Expertenmeinungen einzuholen, die die eine oder andere Meinung letztendlich stützen werden", so auch Heidi Lühr, Mitglied im Planungsausschuss.
Eine kritische Betrachtung erfuhren außerdem der Kreuzungsbereich Eckermannstrasse / Altstadtring und der Tunnelbereich am Winsener Bahnhof. „Nur schwer vorstellbar ist für uns an dieser Stelle eine Befahrung des jetzigen PKW Tunnels durch Fahrräder, obwohl es so im Radwegeplan bereits skizziert ist. Zu gefährlich erscheint uns hier der LKW Verkehr, der die Fahrbahnbreite deutlich einschränkt", so Uwe Scheuer zur Begutachtung dieses Bereiches. „Aber auch der Fahrradtunnel mit seinen Gitterzäunen bleibt kritisch und ist insbesondere in den Kurvenbereichen für die Nutzer eng und uneinsehbar - allerdings wäre ein Abbau der Zäune gerade in diesen Kurven nicht zwangsläufig ein mehr an Sicherheit", so noch einmal Heidi Lühr zu den möglichen Änderungsvorschlägen.

Das Bild zeigt die Fraktionsmitglieder Thorsten Perl, Dirk Oertzen, Heidi Lühr, Uwe Scheuer und Heinrich Schröder. (Nicht auf dem Bild: Birgit Eckhoff)
Kommunalpolitik
Unsere Internetseite soll eine Plattform für ernsthafte Diskussionen sein, bei dem Toleranz, Offenheit und Fairness zu den Grundprinzipien gehören. Wir begrüßen sachliche und konstruktive Inhalte, die zu einer angeregten Diskussion beitragen und der Meinung anderer Kommentatoren tolerant und unvoreingenommen begegnen. Wird gegen diese Grundprinzipien verstoßen, kann dies zur Löschung von Kommentaren führen.
Um bei uns zu kommentieren muss die eigene E-Mail-Adresse angegeben werden. Selbstverständlich wird diese E-Mail-Adresse nicht veröffentlicht und auch nicht an Dritte weitergegeben. Die Angabe einer falschen E-Mail-Adresse ist ein Verstoß gegen unsere Nutzungsbedingungen. Wir machen daher Stichproben, die dann zur Löschung von Kommentaren führen können. Mit Absenden des Formulars werden unsere Nutzungsbedingungen anerkannt.

















